Vortragsangebot von und mit Stephan Trösch (Ornithologe und Fotograf)

Das Vortragsangebot richtet sich an Vereine, Organisationen, Institutionen und Firmen. Es sind technische Voraussetzungen notwendig, wie ein ausreichend grosse Leinwand sowie ein guter semiprofessioneller/professioneller Beamer. Wo erforderlich kann der Referent ein professionelles Equipment (Leinwand 300x200cm, Beamer, Audioanlage) zur Verfügung stellen. Die Vorträge sind rechtzeitig, d.h. mind. ein Monat im voraus zu bestellen.

Bitte beachten Sie die Vorträge von Stephan Trösch im «Raum für Kunst & Bildung» an der Vorstadt 66 in Schaffhausen.

Vortrag 01 | Thema | Titel

Der Grosse Brachvogel als Wintergast am Bodensee und in der Schweiz

Inhalt
Am Bodensee überwintern seit den 1970er Jahren alljährlich rund 1000 Grosse Brachvögel. Das Bodenseegebiet übernimmt damit eine herausragende Bedeutung für diese grösste Limikolenart, deren Herkunft nicht eindeutig geklärt ist.  Für die Überwinterung sind mehrere Faktoren ausschlaggebend. Neben dem regionalen Klima, dem winterlichen Wasserstand und störungsfreien Uferzonen spielt eine ausreichende Nahrungsquelle die entscheidende Rolle. Im Vortrag werden die einzelnen Überwinterungsstandorte vorgestellt, welche Dynamik sie untereinander spielen und welche Strategien die Brachvögel für die Überwinterung anwenden.

Form
Freie Rede mit zahlreichen Fotografien des Referenten und Grafiken

Vortragsdauer
90 Minuten

Vortragshonorar
CHF 400

Vortrag 02 | Thema | Titel

Der Bodensee — Landschaft und Lebensräume aus ornithologischer Sicht

Inhalt
Wäre die Volksabstimmung in den 1960er Jahren angenommen worden, wäre der Bodensee heute ein gestauter See, wie z.B. der Zürichsee. Stattdessen ist seine Wasserstandsdynamik erhalten geblieben und sie beeinflusst das Vorkommen verschiedener Vogelgesellschaften, insbesondere Wasservögel. Anhand mehrerer Beispiele zeigt der Referent die Abhängigkeiten der am Bodensee lebenden und rastenden Vögel mit den unterschiedlichen Lebensräumen am Bodensee auf.  Dabei wird auch auf den Einfluss des Menschen eingegangen sowie auf die eine und andere sorgevollen Entwicklung, welche die Präsenz vieler Vögel auf Dauer negativ beeinflussen könnte. Stephan Trösch ist am Bodensee aufgewachsen und kennt die Region auch aus ornithologischer Sicht bestens.

Form
Freie Rede mit zahlreichen Fotografien des Referenten und Grafiken

Vortragsdauer
90 Minuten

Vortragshonorar
CHF 400

Wasservogel-Reservat Ermatinger Becken und Wol
Wasservogel-Reservat Ermatinger Becken und Wollmatinger Ried | 04.01.2015

Vortrag 03 | Thema | Titel

Ornithologische und landschaftliche Vielfalt am Wattenmeer Nordfriesland

Inhalt
Es gibt nur wenige Orte in Europa, die eine so grosse Fülle an Vögeln bietet wie das Wattenmeer. Mehrere Millionen Zugvögel rasten und nutzen alljährlich das Biosphärengebiet. Ebbe und Flut sorgen für eine unglaubliche Biomasse an Lebewesen und Pflanzen. Eine archaische und faszinierende Landschaft, die den naturnahen Besucher sofort in den Bann zieht und den dort lebenden Menschen Respekt einflösst, angesichts der Gefahr widerkehrender Sturmfluten. Mit zahlreichen Fotografien von Landschaften und Vögeln präsentiert der Referent seine Essenz an Erlebnissen und Erfahrungen entlang der Küste zwischen Büsum im Süden und der dänischen Grenze im Norden.

Form
Freie Rede mit zahlreichen Fotografien des Referenten

Vortragsdauer
90 Minuten

Vortragshonorar
CHF 400

Knutts, Alpenstrandläufer und 2 Austernfischer | 12.05.2017, Nordstrand

Vortrag 04 | Thema | Titel

Vögel des Kulturlandes — am Beispiel des Kantons Schaffhausen

Inhalt
Wer an den Kanton Schaffhausen denkt, nennt mit Sicherheit den Rheinfall in Neuhausen oder den Munot in der Stadt Schaffhausen zu den bekannten Sehenswürdigkeiten. Die Kostbarkeiten aus ornithologischer und botanischer Sicht liegen jedoch ganz wo anders: im Klettgau nämlich, oder in den Schaffhauser Rebgebieten, oder auf dem Randen oder entlang des Hochrheins. Besuchende bekommen fast das Gefühl, als sei da und dort in de ländlichen Gegend des Kantons die Zeit stehen geblieben. Kaum eine dominierende Industrie stört das Landschaftsbild. Schmucke Ortschaften und natürlich anmutende Gegend prägen das Landschaftsbild. Und wer genau hinschaut entdeckt Wundersames. Im Zusammenspiel von Kantonalem Naturschutz und Landeigentümern entstand in der Ebene des Klettgaus ein Netzwerk naturnaher Lebensräume, in einer Dichte, die sonst fast nirgends in der Schweiz zu finden ist. Das Rebhuhn wurde ab den 1990er Jahren mit Erfolg wieder angesiedelt. Fehlende zusammenhängende überregionale Lebensräume konnten das Verschwinden jedoch nicht mehr stoppen. 2007 brütete eine Wiesenweihe im Klettgau, 26 Jahre nach der letzten Schweizer Brut. Vögel des Kulturlands, wie z.B. die Feldlerche erreichen hier hohe Dichten wie nur an wenigen Orten in der Schweiz. Auf den Hochflächen des Randens hat sich eine grosse Population der selten gewordenen Heidelerche etabliert. Und seit 2014 ist diese Art auch wieder in den Schaffhauser Reben heimisch. Mit eindrücklichen Fotografien von Vögeln und Landschaften bringt der Referent diese wunderschöne Landschaft näher. Stephan Trösch lebt im Klettgau und kennt das Gebiet sehr gut.

Form
Freie Rede mit zahlreichen Fotografien des Referenten

Vortragsdauer
90 Minuten

Vortragshonorar
CHF 400

Oberhallau und Rebberge | 14.06.2018